Die etwas andere Klassenfahrt der 7b

Mit dem Rucksack von Unna nach Fröndenberg - ein Schülerbericht

 

Wir, die Klasse 7b, unternahmen in der Projektwoche eine zweitägige Trekkingtour vom Unnaer Bahnhof bis nach Fröndenberg und zurück.

 

 

Trotz des schlechten Wetters hat es uns allen viel Spaß gemacht. Als wir mit unseren bepackten Rucksäcken losgingen, freuten wir uns und konnten unsere Aufregung nicht mehr verstecken. Wir ließen die Stadt hinter uns und durchquerten Felder und Wälder.

 

 

Als wir unter einer großen Brücke die erste Pause machten, ließ die Freude etwas nach. Wir waren alle schon sehr erschöpft und es begann stärker zu regnen. Als wir dann fast die Hälfte der Strecke hinter uns hatten, feuerten wir uns alle gegenseitig an, machten Witze, um uns aufzumuntern und tauschten unsere Rucksäcke, da diese unterschiedlich schwer waren. Da es nicht aufhören wollte zu regnen, sagten uns die Lehrer, dass sie überlegen, die Wanderung abzubrechen. Die Mehrheit wollte die Tour bis zum Ende durchziehen und weiter laufen. Also gingen wir weiter.

 

 

Bei einer Bushaltestelle in Fröndenberg sagte uns unser Sozialarbeiter Herr Wilke, dass wir uns bei ihm Zuhause unterstellen und essen können. Wir freuten uns, da wir somit nicht im Wald ein Feuer machen mussten, was auch gar nicht gegangen wäre bei dem Regen! Wir durchquerten noch ein paar Felder und kamen nach einiger Zeit bei Herrn Wilke an. In seiner Garage fanden wir Schutz vor dem Regen und auch etwas Wärme, da wir eng zusammen rücken mussten. Mit Brenntabletten machten wir unser Essen in Aluschalen warm. Danach sagte Herr Wilke: „Geht ihr schon mal vor, ich bringe eure Rucksäcke mit dem Auto nach.“ Dies gab uns für die letzte Strecke wieder Kraft. Also gingen wir mit Frau Decker und Herrn Gelbhardt im strömenden Regen zum Vereinsheim des Fröndenberger Turnvereins. Unsere verdreckten Schuhe zogen wir aus, bevor wir ´reingingen. Wir irrten erst mal etwas im Treppenhaus umher. Dann schloss uns Frau Decker die Tür zum Aufenthaltsraum auf. Von da an ging alles sehr schnell. Die Mädchen und die Jungen zogen sich getrennt um, danach haben wir die Stühle im Flur gestapelt, die Tische weggeschoben und unsere Isomatten und Schlafsäcke ausgebreitet. Der Raum war aber so klein, dass einige unter oder auf Tischen schlafen mussten. Weil wir abends nicht schlafen konnten, erzählten wir uns Gruselgeschichten. Herr Gelbhardt und Frau Decker gesellten sich zu uns und hörten mit zu.

 

 

Am nächsten Morgen mussten wir die Tour leider abbrechen, da unsere Kleidung über Nacht nicht trocken geworden war. Wir packten also unsere Rucksäcke und fuhren von Fröndenberg mit dem Zug zurück nach Unna.

 

 

Mir hat die Tour gezeigt, dass man auch bei schlechtem Wetter mit Freunden Spaß haben kann und dass ich es schaffe, einen schweren Rucksack 20 Kilometer durch den Wald tragen.

 

 

Lara Höing, 7b

 

 
     

 

 

     
 
     
 
     
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