Konsenspapier zur Umsetzung einen inklusives Bildungssystems in Unna

 Inklusion – weiterführende Schulen in Unna denken mit!

 

 

Inklusion in der Schule meint das selbstverständliche gemeinsame Lernen von Schülerinnen und Schülern mit und ohne besonderen Förderbedarf. „Mit der Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen im März 2009 hat die Bundesrepublik Deutschland ein rechtsverbindliches Bekenntnis zu einem „inklusiven Bildungssystem“ abgegeben.“ (http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Lehrer/_Rubriken/Initiativen/Inklusion_Teil3_Ministerin/. 30.09.2013).

 

Um die tief- und weitreichenden Änderungen gibt es derzeit viele Diskussionen und offene Fragen. Da die Unnaer Schulen jedoch nicht warten wollen, bis der Landtag im Herbst diesen Jahres über die Ratifizierung beraten hat, wurde vor rund einem Jahr eine schulformübergreifende Netzwerkgruppe aus jeweils einem/r Vertreterin aller weiterführenden Schulen (Real-, Gesamt-, Förderschulen und Gymnasien) in Unna gebildet. Der primäre Anlass, ein Forum für einen Austausch zu haben, in dem die Schulen voneinander lernen können, ging schnell der Wunsch einher, für Unna und seine Schülerinnen und Schülern aktiv an der Umsetzung mitgestalten zu wollen. Somit entstand ein Konsenspapier, dass Gelingensbedingungen für die Inklusion aufzeigt und deren Notwendigkeit transparent macht. Es formuliert sowohl Gelingensbedingungen, die auf der Ebene von Land und Kommune geleistet werden müssen als auch Schulentwicklungsprozesse, die in den weiterführenden und Förderschulen von Nöten sind.

 

Download des Konsenspapieres hier!

 

Alle formulierten Aspekte beruhen auf den Erfahrungen, die jede weiterführende Schule mit ihren integrativen Lerngruppen (Klassen, die mit Schülerinnen und Schülern, die zieldifferent unterrichtet werden) derzeit macht.

Da allen Beteiligten der Netzwerkgruppe klar ist, dass das Thema Inklusion nur in Kooperation mit der Schulverwaltung und der lokalen Politik leistbar ist, wurde es zuerst die Schulverwaltung auf einer Schulleitersprecherrunden über das Anliegen der Netzwerkgruppe informiert. Auf dessen Empfehlung wurde das Konsenspapier anschließend dem Schulausschuss mit den Vertretern/innen des Unnaer Stadtrates vorgestellt. Die Netzwerkgruppe ist froh, dass Schulverwaltung und –ausschuss das Anliegen des Konsenspapieres teilen und nun unsere Gedanken mit in ihre politischen Gremien nehmen können. Das Papier erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Impulse von allen an Inklusion Beteiligten sind wünschenswert und willkommen.